Rückblick

20 Jahre Brett im Schtoi.


„Ich werde nichts erzählen vom Ur-Schtoi, dem Miniatur-Rüttli auf der Straße zwischen Erbishofen und Diepertshofen, nichts von jener ominösen Faschingsveranstaltung des Liederkranzes, nichts von jener Geburtstagsfeier, bei der zum ersten Mal diese dreieckige Diagonalbühne zum Einsatz kam, nichts werden Sie von mir hören von diesem Sommer-Bierabend auf einer nächtlichen Terrasse in Pfaffenhofen, bei dem das Brett geboren wurde, nichts von den Kopfschmerzen am Tag danach und nichts von den über 200 Veranstaltungen, die wir in 20 Jahren über die Bühne gebracht haben“.
So gesagt am Premierenabend von „Das griechische Säule“, an einem wunderschönen Sommerabend, den wir mit Ihnen feiern durften. Schön war‘s (das Wetter zumindest an einem Abend)! Aber natürlich blieben wir nicht stehen, bastelten ein neues Programm und werfen nun schon mal einen Blick nach vorne:


Ausblick

„Kultur ist kein Sahnehäubchen, sondern so etwas wie die Hefe im Teig der Gesellschaft“. So das klare Bekenntnis von Eckart Köhne, Präsidenten vom deutschen Museumsbund.
Die Tendenz, kulturelle Aktivitäten zunehmend unter wirtschaftlichen Aspekten zu beurteilen, führe langfristig zu einer Verarmung der Kulturlandschaft. Kultur braucht den Mut zum Wagnis.
Und darum hat sich die Macherei des Brett im Schtoi wieder aufgemacht um an dieser besonderen „Hefe“ weiter zu züchten.
Viel Neues wollen wir in diesem Programmjahr ausprobieren und mutig darauf hoffen, dass unser großartiges Publikum manchen neuen Weg mit uns geht.
Wir haben uns wieder zurückbesonnen auf die Uridee dieser Kleinkunstbühne: * Regionalen Künstlern eine Bühne bieten * außergewöhnliche Menschen und Themen präsentieren * Veranstaltungen entwickeln, die nicht bei Künstleragenturen„buchbar“ sind.
Da ist z.B. unsere Auftaktveranstaltung „U(h)rwerk - Klang der Zeit“, die unsere jungen Mitglieder eigenständig organisiert haben. Ein Openair-Konzert – auch das Neuland für das Brett im Schtoi – bei dem sie zusammen mit dem renomierten Musiker Norbert Buchmacher und dem Ensemble „non grata“ auf der Bühne stehen werden. Dabei präsentieren die begabten jungen Musiker durchweg Selbstkomponiertes und Selbstgetextetes, fernab vom gängigen Mainstream.
Oder unser „Frauenabend nicht nur für Frauen“. Der  weibliche Teil unserer „Macherei“ beschäftigt sich mit außergewöhnlichen Lebenswegen außergewöhnlicher Frauen und präsentiert uns einen außergewöhnlich femininen Abend.
Nichts für Vegetarier wird der Abend „A Kräutle und a schweinigs Floisch“, mit der wir unsere Reihe über Kultur- und Brauchtumsgeschichte der Region fortführen. Diesmal das Thema „Hausschlachtung“, früher aus dem Leben nicht wegzudenken, heut kaum mehr denkbar.
Dass irgendwann auch die Rohrspatzen dem Schtoi zufliegen würden, ließ sich ja nicht vermeiden. Diese, von Liederkranz und Brett im Schtoi selbstgezogenen schrägen Vögel präsentieren eine musikalische Ortschronik aus 12 Jahren mit manchen ungelegten, faulen oder Kuckuckseiern.
Neben diesen Eigenentwicklungen freuen wir uns natürlich mit Ihnen wieder auf gute Freunde, wie das „Münchner Sommertheater“ und auf Highlights bei denen wir stolz sind, sie bei uns im Schtoi auf die Bühne zu bringen:
Uli Keuler, feste Größe der Württembergisch-Schwäbischen Kabarett-Szene übertritt den Rubikon und fällt in bayerische Lande ein. Die sechs hinreißenden Kaffeetanten von „halbadrui“, die „gradrechten“, richten die Leute a-capella nach ihrer schwäbischen Weltsicht wieder aus. Mit „Zydeco Anni + Swamp Cats“ ist es uns gelungen, eine Cajun-Band von europäischem Format zu engagieren. Mit der Akordeon-Virtuosin Anja, alias Anni Baldauf sind wir seit Jahren im Gespräch, jetzt hat es endlich mal geklappt. Und dann ist da noch der BR-Hörfunkjournalist, Schauspieler und Retorik-Coach Winfried Bürzle, mit seiner geistreichwitzig-frechen Comedie-Schow „Sprechschaden“ die wir Ihnen sehr ans Herz legen. Bürzle? werden Sie jetzt vielleicht sagen, Bürzle, ist das nicht vielleicht gar ein ....? Doch! genau so ist es!
Vielen Dank der Familie Mack, die es sich nicht nehmen lässt, den Stall immer wieder so ansprechend herzurichten und ein ganz herzliches Dankeschön der Firma Wilhelm Egle, die uns seit vielen Jahren großzügig unterstützt.